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Sorgenfrei durch die nasskalte Jahreszeit – Tipps zur Überwinterung von Reisemobilen

Wenn auch du zu der Gruppe Campern gehörst, bei denen die Freiluftsaison nach einem hoffentlich goldenen Oktober endet, kennst du sicher auch das latente Gefühl von Unsicherheit ob man bei Einwintern des geschätzten Fahrzeuges auch nichts vergessen hat.

Um dich hier zu unterstützen, haben wir einige aus unserer Sicht wichtige Punkte zusammengetragen, die dir helfen können, die Phase des Stillstandes und der späteren Wiederinbetriebnahme ohne größere Probleme zu überstehen. Selbstverständlich erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit – jedes Reisemobil ist so individuell wie die Nutzung im Winter oder die unterschiedlichen Methoden zur Überwinterung.

1. Strom

In der Regel hat dein Reisemobil mindestens 2 Batterien – eine zum Starten des Motors, die andere zur Versorgung des Aufbaus. Beide benötigen bei längerer Nichtnutzung trotzdem etwas Pflege, um nicht gleich im Frühjahr teuer in Ersatz für eine tiefenentladene Batterie investieren zu müssen.

Entweder also alle Batterien regelmäßig mit einem für den Batterietyp geeigneten Ladegerät nachladen, oder in Ladegeräte investieren, die dauerhaft zur Batteriepflege angeschlossen bleiben können. Wenn beides nicht geht, empfiehlt sich der Ausbau der Batterien nach dem Vollladen und Überwintern der Batterien zu Hause. Achtung: Werden die Batterien ausgebaut, kann es sein, dass gewisse Einstellungen am Fahrzeug (z.B. Radiocode) bei Wiedereinbau vorgenommen werden müssen.

2. Wasser

Wasser und Kälte vertragen sich nur bedingt. Was uns im Sommer in Form eines Eiswürfels im Getränk erfrischt, ist im Winter in den Behältern und Leitungen vom Wohnmobil leider Gift. Wer sein Fahrzeug also nicht 100% frostfrei abstellen kann, muss sich hier mit der Entleerung des Frisch- und Abwassertanks beschäftigen. Häufig gibt es dazu in der Bedienungsanleitung Hinweise dazu.

Automatische Sicherheitseinrichtungen wie Tankheizungen und Frostschutzventile funktionieren in der Regel nur, wenn die Stromversorgung im Wohnmobil sichergestellt werden kann.

Unbedingt entleert werden müssen: Der Frischwassertank und die Leitungen, der Grauwassertank, der Boiler und natürlich der Fäkalientank vom WC. Im Frühjahr empfiehlt sich dann eine Reinigung aller Behälter und Leitungen.

Wasser im erweiterten Sinne gibt es aber auch „weiter vorn“ am Fahrzeug. Eine Kontrolle des Motorkühlmittels und des Scheibenwaschwassers verhindert hier auch teure Folgekosten durch einfrieren.

3. Gas

Hier sind grundsätzlich keine dringenden Maßnahmen notwendig. Flaschen verschließen, sichern und so die Anlage außer Betrieb nehmen ist in der Regel ausreichend.

4. Reifen und Bremsen

Wenn dein Wohnmobil über längere Zeit steht, können sich Standschäden an den Reifen einstellen. Daher unbedingt auf den korrekten Luftdruck achten. Wir empfehlen immer den vom Reifenhersteller maximal zulässigen Druck einzustellen. Diesen findet man auf der Reifenflanke.

Um die Bremsen entlasten zu können und so Standschäden zu vermindern ist ein möglichst ebener Standplatz zu wählen, so dass die Parkbremse nicht angezogen werden muss. Gang einlegen und ggf. mit Unterlegkeil sichern nicht vergessen.

Im Frühjahr empfiehlt sich dann ein kurzer Check und vorsichtiges „Anbremsen“, da sich über den Winter eine Rostschicht auf den Bremsscheiben und – trommeln bilden kann. Kommt dir dabei etwas komisch vor, lieber kurz vom Fachmann überprüfen lassen und in dem Zuge auch gleich wieder den korrekten Reifendruck für die erste große Fahrt einstellen!

5. Allgemein

Alle Fenster und Türen schließen – Gummidichtungen davor noch mit Pflegemitteln behandeln. Wir helfen dir gerne bei der richtigen Wahl.

Wenn möglich: Regelmäßig lüften und dabei gleich nachsehen ob alles in Ordnung ist hilft Schäden frühzeitig zu erkennen und ohne „Muff“ in die neue Saison starten zu können.

Ein überdachter Stellplatz ist schön – aber leider oft teuer und kaum in der notwendigen Größe und Höhe verfügbar. Es geht auch gut ohne Überdachung. Hier solltest du dein Fahrzeug nochmals Waschen und bewegliche Teile und Dichtungen pflegen. Wer es perfekt machen will, investiert in eine passende Schutzplane, die aber erst montiert werden sollte, wenn das Fahrzeug komplett trocken ist. Auch hierzu helfen wir dir gerne.

6. Versicherung und Stellplatz

Wenn du dein Fahrzeug vor dem Haus im öffentlichen Raum abstellst, geht das nur, wenn es das ganze Jahr zugelassen und damit versichert ist. Schutzplanen und ähnliches können und dürfen nicht verwendet werden und die Gefahr von Beschädigungen und Beeinträchtigung durch Streugut ist größer als auf einem gemieteten Dauerstellplatz.

Hier kannst du zwar ohne Zulassung oder mit Saisonkennzeichen stehen, Versicherungsschutz besteht aber nur, wenn eine „Ruheversicherung“ für dein Fahrzeug besteht. Der Betreiber haftet nur für durch ihn verursachte Schäden. Alles andere müssen die Mieter unter sich oder mit den Versicherern klären.

Wir hoffen insbesondere denjenigen, die noch nicht so viel Erfahrungen sammeln konnten, einen Einblick in dieses umfangreiche Thema geboten zu haben. Habt ihr noch Tipps und Anregungen, dann schickt sie uns doch gerne an

info@campingwelt-schuler.de.

Wenn du unsicher bist sprich einfach unser Team in Horgen an. Wir beraten dich gerne individuell und für dein Fahrzeug passend.